Wie wir unseren eigenen Rettungsschirm gebaut haben

In unserem heutigen Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit der Hand-Desinfektion, mit der Flächendesinfektion und erzählen Euch, wie wir mit "Hands-on-Mentalität" die Corona-Krise erlebt haben.

Am Anfang der Corona-Krise herrschte bei uns, wie bei vielen anderen Unternehmen auch, Unsicherheit. Viele Fragen hatten sich gesammelt: Was kommt auf uns zu? Werden wir mit Umsatzeinbrüchen zu tun haben? Droht uns vielleicht sogar Kurzarbeit?

Recht schnell haben wir uns gefragt, „was können wir als Firma aktiv tun, damit die Zahl der Infizierten so gering wie möglich bleibt und nicht weiter steigt?“. Für die Antwort auf diese Frage haben wir unser Netzwerk kontaktiert und mit anderen Herstellern, mit Lieferanten und Kontakten aus der Hygienebranche gesprochen. Das Feedback war eindeutig: Die meisten unserer Kontakte waren der Meinung, dass das Desinfektionsmittel an sich nicht der Engpass sein wird, sondern die geeigneten Desinfektionsmittelspender. Daher haben wir uns kurzerhand entschlossen einen kontaktlosen Desinfektionsmittelspender zu entwickeln: Der HandClean 2020. Wichtig war uns dabei, dass die Qualität des Produktes hoch ist und wir auf viele regionale Produktteile und kurze Wege achten. Wir haben innerhalb von kürzester Zeit eine komplette Produktserie – insgesamt fünf Produkte – entwickelt und unsere Produktion komplett umgestellt. Das Thema „Dosierung“ war uns bereits aus der Fassadenreinigung sehr bekannt und so konnten wir unser Wissen gut einsetzen.

Da wir allerdings für die komplette Serienfertigung etwas Platzmangel hatten, haben wir kurzfristig die örtliche Schützenhalle angemietet. Dadurch hatten wir genug Platz im Rahmen der Hygienevorschriften unsere Serienfertigung durchzuführen und der örtliche Schützenverein war dankbar für die Mieteinnahmen. Es war also eine win-win-Situation für beide Seiten.

Mit der Entwicklung, Herstellung und der Vermarktung der HandClean 2020 Serie konnten wir uns unseren eigenen Rettungsschirm bauen und waren nicht auf die Hilfe von Dritten angewiesen. Zudem war Kurzarbeit dadurch nie ein Thema für unsere Firma.

Parallel zum Hand-Desinfektionsmittelspender haben wir im Schnellverfahren ein Flächendesinfektionsmittel auf den Markt gebracht. Die Wirksamkeit bei solchen Mitteln muss allerdings immer offiziell geprüft werden. Auf Basis der Zusammensetzung und Inhaltsstoffe konnten wir davon ausgehen, dass es gegen viele Bakterien und Viren wirkt. Wir haben mittlerweile auch die offizielle Bestätigung, dass es gegen den Coronavirusstamm (u.a. SARS-CoV-2) wirkt. In unserer Region wird dieses Flächendesinfektionsmittel bereits in einigen Schulen und öffentlichen Gebäuden erfolgreich eingesetzt. Das freut uns sehr.

Mit dem Desinfektionsmittelspender und unserem Flächendesinfektionsmittel konnten wir somit nicht nur einen wertvollen Beitrag gegen die Verbreitung des Coronavirus leisten, sondern wir haben uns und auch unseren Lieferanten dadurch einen Rettungsschirm für die Corona-Krise gespannt. Dennoch war es auch ein hohes unternehmerisches Risiko. Dieses sind wir bewusst eingegangen und letztendlich hat es sich für uns auch ausgezahlt. Zudem – und das ist vielleicht für uns das Wertvollste, was wir aus der Krise mitnehmen – haben wir als Team sehr viel durch die Zeit gelernt und konnten sowohl im Bereich der Entwicklung als auch in der Produktion und der Vermarktung wertvolle Erfahrungen sammeln. Diese werden uns als Unternehmen für die Aufgaben der Zukunft stärken.

 

 

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